Filterkonnektivität
Written by
Saint-Gobain Medical
Published on
17 June 2023
Lesedauer
4 Minuten
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Filterkonnektivität

Warum es für Anwendungen bei Medizinprodukten entscheidend ist

In unserem Blogbeitrag „Wichtige Aspekte bei der Auswahl eines Filters für Ihre Medizinproduktanwendung“ sind wir auf die Auswirkungen eingegangen, die Größe, Form und Anschlussgestaltung eines Filters auf Medizinprodukte haben können. In diesem Beitrag zeigen wir weitere Beispiele dafür, wie sich die Anschlussgestaltung eines Filters kundenspezifisch anpassen lässt und welche Vorteile dies für Design, Sicherheit und Leistung von Medizinprodukten mit sich bringt.

Die Verbindung zwischen einem System und einem Filter ist von entscheidender Bedeutung. Vorrangig muss die Verbindung leckfrei sein – diese Anforderung ist universell, und obwohl sie mit vielen gängigen Anschlusslösungen erreicht werden kann, bestimmen Anwendung und Risikobewertung, ob ein bestimmter Anschluss die erforderliche Sicherheit für eine leckfreie Verbindung bietet.

Unsere Anwendungsingenieure sehen häufig Systemauslegungen, die Adapter (z. B. Reduzierstücke und Schlauchtüllen-zu-Gewinde-Adapter) vorsehen, um eine Verbindung zwischen System und Filter herzustellen. Diese Adapter lassen sich oft vermeiden, indem der Filter so entwickelt wird, dass seine Anschlüsse direkt mit den vor- und nachgelagerten Komponenten des Filters oder (mindestens) direkt mit dem passenden Schlauchdurchmesser verbunden werden können. In einem Beispiel wurde Saint-Gobain eine Auslegung mit einem Standard-Scheibenfilter vorgestellt, der zur Reinigung eines in einem chirurgischen Gerät verwendeten Gases diente. Der Standard-Scheibenfilter war mit NPT-Außengewindeanschlüssen gefertigt, und um den Endanwendern den einfachen Austausch zu ermöglichen, wurden Ein- und Auslass des Filters jeweils mit einem Gewindeanschluss und anschließend mit einer Schnellkupplung verbunden. Neben vier unnötigen potenziellen Leckstellen erhöhten diese Adapter auch die Material- und Arbeitskosten des Endgeräts. Durch eine schnelle gemeinsame Entwicklung von Saint-Gobain und dem OEM konnten sowohl das Leckagerisiko als auch die Zusatzkosten eliminiert werden, indem die Schnellkupplungsanschlüsse direkt in das Spritzgussgehäuse unseres Scheibenfilters integriert wurden. Ein weiteres repräsentatives Beispiel ist in Abbildung 1 zu sehen: Hier konnte Saint-Gobain vier unnötige Schlauchtüllen-Verbindungspunkte durch eine angespritzte Schnellkupplungsanschluss-Lösung eliminieren.

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Figure 1

 

Beispiel eines Filters, der über vier Schlauchtüllen-zu-Schlauch-Verbindungen an Schnellkupplungen angeschlossen ist, sowie eines Filters mit Schnellkupplungsanschlüssen, die direkt an das Gehäuse angespritzt sind.

 

Eine weitere Möglichkeit, die Verbindung eines Filters zu optimieren und zusätzliche Funktionen bereitzustellen, ist die Integration von Absperrventilen in den Anschluss. Häufig mit Schnellkupplungen für einen einfachen Austausch kombiniert, verhindern Absperrventile, dass beim Wechsel eines gebrauchten Filters Flüssigkeit austritt. Sie können sowohl im Filter selbst als auch im anschließenden Anschlussstück auf der Geräteseite umgesetzt werden. Das Verhindern von Flüssigkeitsaustritt beim Filterwechsel kann die Exposition des Anwenders gegenüber potenziell schädlichen oder kontaminierten Flüssigkeiten reduzieren und außerdem Kontamination, Korrosion oder andere Schäden am Medizinprodukt verhindern.

Schließlich kann die Anschlussgestaltung eines Filters so ausgewählt werden, dass der korrekte Einbau in das Medizinprodukt sichergestellt ist. Die richtige Einbaurichtung eines Filters ist oft entscheidend für die ordnungsgemäße Funktion des Filters und des zugehörigen Medizinprodukts. In einigen Anwendungen sind Filter relativ hohen Drücken ausgesetzt, denen sie nur standhalten können, wenn die Durchströmung in Vorwärtsrichtung erfolgt, wofür sie ausgelegt und validiert wurden. In solchen Fällen kann ein falscher Einbau des Filters in umgekehrter Flussrichtung zu Schäden am Filter und zu einer Verringerung der Filtrationseffizienz führen. Dies kann ein erhebliches Risiko für die Patientensicherheit darstellen, wenn der Filter beispielsweise zur Entfernung mikrobieller Verunreinigungen aus einer Flüssigkeit verwendet wird, die direkt einem Patienten verabreicht wird, oder aus einer Flüssigkeit, die zur Desinfektion von Medizinprodukten zwischen den Anwendungen dient. Häufig ist ein Filter mit integrierter Vorfiltration, asymmetrischen Membranen oder Filtrationsmaterialien mit abgestufter Dichte ausgelegt, um die erforderliche Standzeit bis zur Verblockung zu erreichen. In solchen Fällen kann der rückwärtige Einbau eines Filters zu einer vorzeitigen Verblockung führen.

                                                                                                                         

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Figure 2

 

Beispiel eines Filters mit Schnellkupplungsanschlüssen, die als männlich/weiblich kodiert sind, um die korrekte Orientierung sicherzustellen, und die Absperrventile integrieren, um Leckagen während des Filterwechsels zu verhindern.

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Saint-Gobain Medical